Botox Faltenbehandlung

METHODEN DER BOTOX-BEHANDLUNG

Der in der Öffentlichkeit bekannte Begriff „Botox“ ist eigentlich eine Kurzform für den darin enthaltenen Wirkstoff Botulinumtoxin. Der Wirkstoff ist ein Stoffwechselprodukt des Bakterienstammes „Clostridium Botulinum“. Es ist eigentlich ein Nervengift, das in zu großer Dosierung sogar tödlich sein kann. Bei der Faltenbehandlung werden aber nur minimalste Mengen benötigt, die absolut ungefährlich sind. Bei professioneller Anwendung unterbricht das Botulinumtoxin die Impulsübertragung an den Muskel. Diese Schwächung des Muskels lässt das Gesicht an den behandelten Stellen glatter und entspannter wirken, und die Falten an den behandelten Stellen sind weniger tief.

BEHANDLUNG MIT BOTULINUMTOXIN

Die Behandlung selbst bereitet außer dem Einstich keine Schmerzen. Entscheidend ist die richtige Dosierung und die zielgenaue Injektion direkt in die Muskeln, die mimisch bedingte Falten auslösen. Bei tiefen Falten kann zusätzlich ein Filler (Hyaluronsäure) eingespritzt werden, um das Ergebnis zu optimieren. Nach der Behandlung wird der entsprechende Bereich gekühlt. Für etwa drei Stunden nach der Behandlung sollten Sie sich nicht hinlegen, damit keine unerwünschte Verteilung der Substanz eintritt. Auf Sport, Sonne und Sauna sollten Sie bis zum nächsten Tag verzichten. Gegebenenfalls findet 14 Tage nach dem ersten Termin eine Kontrolluntersuchung statt, bei der ggf. nachkorrigiert werden kann. Botulinumtoxin eignet sich für Zornesfalten, Lachfältchen am Auge und andere mimisch bedingte Falten. Die Behandlung kann auch mit anderen Füllmaterialien wie Hyaluronsäure oder einer Eigenfett - Unterspritzung kombiniert werden.

Bei der Faltenbehandlung im Mundbereich hat Botulinumtoxin nur eine eingeschränkte Einsatzfähigkeit, hier empfiehlt sich die Unterspritzung mit Hyaluron. In manchen Fällen kann die Behandlung mit Botulinumtoxin bei Migränepatienten das Auftreten stirnbetonter Kopfschmerzen verringern.

RISIKEN

Botulinumtoxin wird seit den 1970er Jahren in der Medizin angewendet, seit Ende der der 1980er Jahre auch im Bereich der Ästhetischen Gesichtsbehandlung. Unter seriösen Ärzten gilt die Botulinumtoxin-Behandlung aufgrund der geringen Konzentration des potentiell schädlichen Wirkstoffes als nahezu frei von Risiken. Die Anwendung sollte dennoch stets von einem erfahrenen Arzt ausgeführt werden, denn bei unsachgemässer Durchführung besteht die - seltene - Gefahr folgender Nebenwirkungen: vorübergehende Lähmungserscheinungen, Hängelider, verrutschte Augenbrauen, Triefaugen, Hängelippen bis hin zu Sprechstörungen.

Bei gleichzeitiger Behandlung vieler Areale besteht die Gefahr eines maskenähnlichen Gesichtsausdrucks. Nicht ausgeschlossen sind die allgemeinen Risiken einer Behandlung, sowie ein ästhetisches Ergebnis, das nicht Ihren Erwartungen entspricht.

Von einer Behandlung während der Schwangerschaft und der Stillzeit ist abzuraten.

NEBENWIRKUNGEN

Unmittelbar nach der Einspritzung kann es zu kleinen Rötungen, Schwellungen und Hämatomen kommen, die jedoch innerhalb von 2-3 Tagen verschwinden. Selten können in den Tagen nach Behandlung der Stirn können in Einzelfällen Kopfschmerzen auftreten, die jedoch wieder verschwinden. Langzeitnebenwirkungen von Behandlungen mit Botulinumtoxin sind bisher nicht bekannt. Auch ein Gewöhnungseffekt ist nicht sicher belegt. In sehr seltenen Fällen kann eine Antikörperbildung zur Neutralisierung des Wirkstoffes führen. Eine Botulinumtoxinbehandlung schlägt dann nicht mehr an. Zu Ihrer Sicherheit können Sie jedoch vor der Behandlung gerne eine Kopie der Packungsbeilage des verwendeten Botulinumtoxin-Präparats verlangen.

 

 

ÜBERBLICK

Infografik Faltenbehandlung mit Botox
Infografik Faltenbehandlung mit Botox (PDF)
Effekt Faltenminderung im Gesicht, Hals oder Dekolletee durch Schwächung der mimischen Muskulatur
Behandlungsgebiet Zornesfalten, Lachfältchen am Auge und andere mimisch bedingte Falten
Produkt Botulinumtoxin („Bo-Tox“)
Dauer der Behandlung ca. 15 bis 20 Minuten
Schmerzen Leichter Einstich- und Druckschmerz
Narben Keine
Gesellschafts- und Arbeitsfähigkeit In der Regel sofort nach der Behandlung
Wirkdauer/Haltbarkeit 3 bis 6 Monate
Risiken Vorübergehende Lähmungserscheinungen in unerwünschten Gesichtsbereichen (Hängen des Oberlides oder der Augenbraue, Sprechstörungen, Triefauge);
Verletzungen von Gefässen und Nerven;
Vorübergehende Sehstörung (Doppelbilder);
Maskenhafter Gesichtsausdruck (unbefriedigendes kosmetisches Ergebnis);
Nebenwirkungen Rötung, kleine punktförmige Hämatome (Blutergüsse) und/oder Schwellung an den Injektionsstellen für 2 bis 3 Tage;
In seltenen Fällen Kopfschmerzen 1 bis 2 Tage nach der Behandlung;

Häufig gestellte Fragen

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Fragen & Antworten

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