Oberarmstraffung

BEHANDLUNGSVERLAUF

Eine Straffung der Oberarme ist eine geeignete Methode, wenn die Hautelastizität am Arm nachgelassen hat und der Fettanteil noch eher gering ist. Bei ausgeprägtem Fettansatz kann die Straffung mit einer Fettabsaugung kombiniert werden. Dabei wird überschüssiges Haut- und Fettgewebe in der Mitte der Oberarminnenseite spindelförmig entfernt. Bei ausgeprägtem Hautüberschuss ist ein erweiterter Schnitt in der Achselhöhle notwendig.

Falls die Haut noch relativ elastisch ist und die Menge überschüssigen Fettes nicht zu hoch, kann in einigen Fällen auch eine reine klassische Fettabsaugung zu einem guten Ergebnis führen.

Was passiert vor der ARMSTRAFFUNG?

Befolgen Sie unbedingt die für ihr Gesundheitsprofil individuellen Anweisungen des Arztes. Im Vordergrund steht hierbei z.B. die Absetzung blutgerinnungshemmender Medikamente (u.a. Aspirin, Marcumar) , falls Sie diese einnehmen, und die Ernährung vor der Operation. Auf übermäßigen Alkoholgenuß und Schlafmittel sollte mindestens 14 Tage vor dem Eingriff weitgehend verzichtet werden. Nikotinabstinenz ist für mindestens 4 Wochen vor der Operation zu empfehlen, da ansonsten erhebliche Wundheilungsstörungen auftreten können.

Was passiert nach der ARMSTRAFFUNG?

Ein bis zwei Tage nach der Operation werden die Drainagen entfernt und die Verbände gewechselt. Danach wird eine spezielle Kompressionsbandage (Kompressionsärmel) angelegt, den Sie vier bis sechs Wochen Tag und Nacht tragen müssen. Nach ca. zwei Wochen werden die Fäden gezogen. Um den Heilprozess zu verbessern, sollten Sie in den Wochen nach der Operation auf übermäßigen Alkoholkonsum und komplett auf das Rauchen verzichten.

Leichte körperliche Arbeit und sportliche Aktivitäten können nach vier bis fünf Wochen gestartet und dann langsam gesteigert werden. Die Narbe sollte für etwa ein Jahr nicht der Sonne ausgesetzt werden. Obwohl in den meisten Fällen schon bald nach Operation ein richtungsweisendes Ergebnis sichtbar ist, kann frühestens nach drei Monaten das erste Resultat beurteilt werden. Ein endgültiges Ergebnis ist häufig jedoch erst nach ungefähr acht bis zwölf Monaten sichtbar und hängt nicht nur von der Operation alleine ab (Schwellungen etc.), sondern auch vom Verlauf der Nachbehandlung und der Disziplin, mit der Sie sich an die notwendigen postoperativen Vorgaben halten.

RISIKEN

Während der Operation können stärkere Blutungen auftreten. Bei einer zusätzlichen Fettabsaugung statt, kann der Blutverlust während und nach der Operation in seltenen Fällen so gravierend sein, dass eine Bluttransfusion notwendig wird. Infektionen und Entzündungen des Unterhautgewebes können sehr selten vorkommen. Gefühlsstörungen im Bereich der Narben, am Oberarm oder sogar am Unterarm normalisieren sich in der Regel nach einigen Wochen. Ein Taubheitsgefühl der Haut im Bereich der Narben kann aber bleiben, im Extremfall auch eine dauerhafte Taubheit an Teilen des Ober- oder Unterarms.

Durch Schrumpfung der Narben kann es zu Spannungsgefühl oder sogar Bewegungseinschränkungen in der Schulter kommen. Eine Verbesserung oder Prävention wird konservative Maßnahmen (Salben, Druckmassage) erzielt.

Wenn die neue Oberarmform unter starker Spannung zusammen genäht werden muss, kann es zu Durchblutungsstörungen kommen. Aufgrund von Gewebereaktionen können leichte Asymmetrien und Dellen entstehen. Nicht ausgeschlossen sind die allgemeinen OP-Risiken (u.a. Nachblutungen, Schwellungen, Störung der Wundheilung, Blutergüsse, Infektionen und die Gefahr eines Blutgerinnsels (Thrombose), bis zum Verschluss eines Blutgefäßes (Embolie)). Schwerwiegende Komplikationen mit bleibenden Schäden sind allerdings eher selten.

Da Haut und Gewebe durch die Operation zwar gestrafft, aber in ihrer Qualität nicht nachhaltig verändert werden, ist nicht auszuschließen, dass es über die Jahre zu einer erneuten Hauterschlaffung kommt und der Wunsch nach einer Nachstraffung besteht.

NEBENWIRKUNGEN

In den ersten Wochen nach der Operation ist ein Spannungsgefühl normal. Die Wundschmerzen selbst lassen innerhalb weniger Tage nach. Sehr selten muss Wundflüssigkeit, die sich im Gewebe ansammelt, durch eine Drainage oder eine Operation entfernt werden.

Länger andauernde Schwellung können z.B. mit Lymphdrainagen behandelt werden.

ÜBERBLICK

Fachbegriff Brachioplastik
Ziel Straffung der Oberarmhaut
Methode Entfernung von Haut- und Fettgewebe durch Operation
Dauer der Operation ca. 1,5-2 Stunden
Narkose Vollnarkose, in Einzelfällen (geringe Ausprägung) auch örtliche Betäubung mit sog. Dämmerschlaf
Klinikaufenthalt 1-2 Tage, ggf. auch ambulant
Nach der Operation Entfernung der Drainagen und Verbandwechsel nach 1-2 Tagen;
Duschen nach 3 Tagen möglich;
Bewegungseinsschränkung an den Armen;
Schmerzen Moderater Wundschmerz in den ersten Tagen;
Spannungsgefühl für 4-6 Wochen;
Nachbehandlung und Verhaltens- empfehlungen Regelmäßige Wundkontrollen;
Fadenentfernung nach 2 Wochen;
Tragen einer Kompressionsbandage (Kompressionsärmel) für 4-6 Wochen (Tag und Nacht);
Sauna und langsame Steigerung der sportlichen Aktivitäten nach 6-8 Wochen;
Solarium und/oder Sonnenexposition nach 1 Jahr oder früher, dann jedoch Auftrag von Lichtschutzfaktor 30;
Narben Sichtbare Narben möglich
Gesellschafts- und Arbeitsfähigkeit Nach 2-3 Wochen
Wirkdauer / Haltbarkeit 10 bis 15 Jahre
Risiken Allgemeine Operationsrisiken;
spezielle Risiken: Unschöne Narbenbildung;
Dellen- und Wellenbildung;
Asymmetrien;
Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen im Bereich der Wundränder;
Vorübergehende ( oder dauerhafte) Gefühlsstörungen im Bereich der Narben, des Oberarmes oder am Unterarm;
Dauerhafte Schwellneigung eines oder beider Arme;
Nebenwirkungen Nachblutungen;
Blutergüsse;
Vorübergehende Schwellung der Hände und leichtes Taubheitsgefühl für ca. 2–3 Wochen (s.o.);

Häufig gestellte Fragen

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Fragen & Antworten

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