Facelift, Facelifting, Gesichtsstraffung

FACELIFT IN BERLIN bei Dr. Niklas Noack

Dr. Niklas Noack bietet das Facelifting als eine mögliche Methode einer umfassenden Behandlung zur Gesichtsverjüngung an. 

BEHANDLUNGSVERLAUF

Das sog. Facelift ist die klassische Strafffungsoperation des Gesichts und wird gewöhnlich in Vollnarkose , in manchen Fällen auch in örtlicher Betäubung, ggf. mit Dämmerschlaf. Ein Facelifting wird meistens zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr durchgeführt, in diesem Alter ist der Wunsch der Patienten nach einer Gesichtsstraffung am häufigsten. Viele unterschiedliche Herangehensweisen werden beim Facelift mittlerweile verwandt. Für den medizinischen Laien sind die unterschiedlichen Methoden oft undurchsichtig. Im folgenden sollen hier einige Begrifflichkeiten geklärt werden.

BEHANDLUNGSMETHODEN: Hautstraffung vs. mehrschichtiges Facelifting

Hautstraffung

Hierbei kann man bei genauer Betrachtung kaum von einem Facelift sprechen. Bei dieser Methode dem Ohr wird ausschließlich die Haut gestrafft. Die Operation ist dadurch zwar technisch eher leichter, schneller und dadurch finanziell attraktiv, jedoch ist das Ergebnis nicht von langer Dauer, da Haut sehr elastisch ist und über einen kurzen Zeitraum schon wieder nachgibt. Die bekannteste Methode für diese Art der Straffung heißt „Mini-Lift“. Eine erweiterte, verbesserte Variante eines „kleinen“ Liftings ist das sog. MACS -Lift (Minimal Access Cranial Suspension - Lifting).

Modernes Prinzip: Mehrschichtiges Facelifting mit SMAS - Modellierung

Der Begriff SMAS (superficial musculo-aponeurotic system)beschreibt eine Schicht, die sich zwischen Haut und Gesichtsmuskulatur befindet. Sie ist verantwortlich für die eigentliche Alterung der Gesichtsstrukturen. Diese bindegewebige Schicht sackt im Laufe der Jahre in vertikaler Richtung ab und zieht die Haut mit. Beim SMAS-Lifting handelt es sich deshalb eher eine Rekonstruktion: das unter der Haut abgerutschte Gewebe wird wieder angehoben und in seine „ursprüngliche“ Position zurückgebracht. Überschüssige Haut wird im Anschluss entfernt und die Wundränder anschließend vernäht. Die SMAS-Technik ist bei Dr. Noack integraler Bestandteil des unteren Hals-Wangen-Liftings (Face-Neck-Lifting).

Face-Neck-Lifting oder Hals-Wangen-Straffung

Das Face-Neck-Lifting oder untere Hals-Wangen-Lifting ist eine ausgedehnte, nachhaltige Operation mit guten Langzeitergebnissen. Der Schnitt erfolgt im behaarten Schläfenbereich und führt knapp und kaum sichtbar vor dem Ohr entlang, um das Ohrläppchen herum und läuft entweder am behaarten Hinterkopf oder an der Nacken-Haar-Grenze aus. Die Haut wird vom gesamten Wangen- und Halsbereich abgelöst und das SMAS (s.o.) gestrafft. Gelegentlich erfolgt bei dieser Methode ein zusätzlicher Schnitt unterhalb des Kinns, um überschüssiges Fett zu entfernen und/oder eine Straffung an der Halsmuskulatur vorzunehmen (Platysmastraffung).

Neck-Lifting oder Halsstraffung

In manchen Fällen ist die isolierte Straffung des Halses eine effektvolle Variante der Gesichtsverjüngung. Viele Patientinnen und Patienten fühlen sich insbesondere von erschlafften Halsweichteilen gestört, ohne dass eine Straffung anderer Gesichtsanteile nötig wäre oder gewünscht ist. Unterschiedliche Methoden mit kleinerem (z.B. Suture-Suspension-Neck Lift ) oder größerem Aufwand (z.B. Platysmaraffung mit ausgedehnter Hautentfernung hinter dem Ohr) bei starkem Hautüberschuss kommen hier zur Anwendung. Dr. Noack wird mit Ihnen die für Sie persönlich sinnvollste Methode einer Halsstraffung besprechen.

Midface-Lifting oder Mittelgesichtsstraffung

Beim Midface-Lifting werden Strukturen des sog. Mittelgesichts (Wangen/Wangenvolumen, Mundwinkel und Unterlid) angehoben und dadurch wieder verjüngt. Der Schnitt kann im Schläfenbereich oder auch am Unterlid in Kombination mit einer Unterlidstraffung mit Verlängerung der Naht zur Seite in eine dort natürlich vorhandene Lachfalte gelegt werden. Zusätzlich erfolgt oft ein Schnitt vom Mund bzw. der Mundschleimhaut aus. In manchen Fällen läßt sich diese Methode auch mit einem Temporallift verbinden.

Temporallift oder Brauen-Schläfen-Lifting

Neben der Erschlaffung der Oberlider besteht bei vielen Patienten um die Augenregion herum ein weiteres Problem: die Erschlaffung der Augenbrauen. Häufig wird dieser Umstand übersehen. Um die seitliche Schläfenregion anzuheben, wird ein Schnitt hinter der Haargrenze oberhalb der Ohren durchgeführt. Von hier aus kann dann die seitliche Augen- und Brauenregion gestrafft und die Augenbrauen gestrafft werden. Dieser Eingriff wird von Dr. Noack häufig in Kombination mit einer Oberlidplastik operiert. In manchen Fällen wird zusätzlich ein Stirnlifting durchgeführt.

Endoskopisches oder offenes Stirnlifting

Beim stark abgesunkenen Augenbrauen kann ein endoskopisches oder offenes Stirnlifting sinnvoll sein. Hierbei wird entweder an der Haargrenze („offen“) oder über einen kleinen Schnitt hinter der Haargrenze minimalinvasiv (endoskopisch) die Stirnhaut angehoben werden. Welche Methode zur Anwendung kommt, hängt davon ab, wie groß der Abstand zwischen Haargrenze und Augenbrauen ist. Zusätzlich zur Straffung der Stirnhaut kann im sog. Glabella-Areal (Zornesfalten, Zwischenaugen-Falten) eine Schwächung der Muskulatur vorgenommen werden, um die Faltenbildung in diesem Bereich dauerhaft zu minimieren. Dieser Eingriff wird von Dr. Noack häufig in Kombination mit einer Oberlidplastik und einem Temporallifting (Brauen-Schläfen-Lift) operiert.

Faden-Lifting

Faden-Liftings sind eine eher neue Methode, die nicht sehr häufig angewendet wird. Langzeitstudien über den Erfolg bzw. die Haltbarkeit liegen noch nicht vor. Die Ergebnisse sind fraglich, da mit Risiken wie Abstoßung, Gewebeverdickungen, Entzündungen, Nervenschädigungen oder Infektionen gerechnet werden muss. Muss ein Faden aufgrund von Entzündung entfernt werden, zieht das meist noch zusätzliche Schädigungen des Gewebes nach sich. Dr. Noack führt diese Methode nicht durch.

Was passiert VOR dem FACELIFTING

Befolgen Sie unbedingt die für ihr Gesundheitsprofil individuellen Anweisungen des Arztes. Im Vordergrund steht hierbei z.B. die Absetzung blutgerinnungshemmender Medikamente (u.a. Aspirin, Marcumar) , falls Sie diese einnehmen, und die Ernährung vor der Operation. Auf übermäßigen Alkoholgenuß und Schlafmittel sollte mindestens 14 Tage vor dem Eingriff weitgehend verzichtet werden. Nikotinabstinenz ist für mindestens 4 Wochen vor der Operation zu empfehlen, da ansonsten erhebliche Wundheilungsstörungen auftreten können. Für Männer und Frauen gibt es beim Facelift unterschiedliche Voraussetzungen, bei der Schnittführung bedeutsam sein können. Bei einem kurzem Haarschnitt ist beispielsweise zu überlegen, vor der Operation die Haare länger wachsen zu lassen, um die geröteten Narben im Bereich der behaarten Kopfhaut während der Heilungsphase verbergen zu können.
Abschwellende pflanzliche Medikamente können helfen, die postoperative Schwellung zu minimieren (z.B.Bromelain). Eine Therapie sollte einige Tage vor der Operation beginnen.

Was passiert NACH dem FACELIFTING?

Wir empfehlen mindestens 2-3 Nächte in der Klinik zu bleiben. Für ein bis drei Tagen nach der Operation erhalten Sie einen lockeren Kopfverband. Schwellungen, Verfärbungen und evtl. Taubheitsgefühl sind normal und klingen nach zwei bis drei Wochen vollständig ab. Die kleinen Drainageschläuche, die für den Abfluss von Blut und Wundflüssigkeit aus dem Wundgebiet sorgen, werden nach zwei bis vier Tagen nach der Operation entfernt. Fäden oder Klammern (am behaarten Kopf) werden nach sieben bis vierzehn Tagen entfernt. Schlaf mit erhöhtem Oberkörper beschleunigt den Heilungsprozess, genauso wie kühlende Gelkompressen. Unnötiger Zug und Spannung auf die Wundränder sollte vermieden werden. Während der ersten Tage ist es möglich, dass das Gesicht durch Schwellung und Hämatombildung ungewohnt aussieht und sich unnatürlich anfühlt. Im Laufe der Zeit geht die Schwellung zurück, die Narben verblassen immer mehr bis nur noch schmale weisse Linien vorhanden sind. Nach ca. zwei bis drei Wochen sind Sie voraussichtlich wieder arbeitsfähig. Leichte sportliche Betätigung oder körperliche Anstrengung ist nach drei bis vier Wochen schon möglich, Sportarten, die das Gewebe stark beanspruchen, müssen zwei bis drei Monate warten. Bitte bedenken Sie, dass ein endgültiges Ergebnis häufig jedoch erst nach 3 bis 6 Monaten, manchmal länger, sichtbar und hängt nicht nur von der Operation alleine ab (Schwellungen etc.), sondern auch vom Verlauf der Nachbehandlung und der Disziplin, mit der Sie sich an die notwendigen postoperativen Vorgaben halten.
Sonnenbäder, Solarium- und Sauna-Besuche sind erst ca. sechs Monaten wieder erlaubt.

Bitte bewahren Sie in Ihrem eigenen Interesse die notwendige Geduld!

RISIKEN

Auch wenn dies selten vorkommt, besteht generell die Gefahr von größeren Blutungen während der Operation. Infektionen und Entzündungen des Unterhautgewebes können ebenfalls auftreten, wenn auch sehr selten. Gefühlsstörungen im Bereich der Narben normalisieren sich in der Regel nach einigen Wochen. Ein Taubheitsgefühl der Haut im Bereich der Narben kann jedoch dauerhaft bleiben. Desweiteren besteht das Risiko, dass Gesichtsnerven der mimischen Muskulatur geschädigt werden, was zu dauerhaften Lähmungserscheinungen mit Funktionseinschränkungen führen kann. Verbleibende Narben werden verblassen und kaum auffallen.

Allerdings verläuft nicht jede Wundheilung optimal und Narben können sichtbar bleiben. Als ästhetisches Behandlungsrisiko sind ein unnatürliches, maskenhaftes Gesicht und asymmetrische Proportionen zu nennen. Nicht ausgeschlossen sind außerdem die allgemeinen OP-Risiken, sowie ein Ergebnis, das nicht Ihren persönlichen Erwartungen entspricht.

NEBENWIRKUNGEN

In den ersten Wochen nach der Operation werden Sie ein Spannungsgefühl auf der Haut, häufig am Hals und um die Augen herum verspüren, was im Zuge der Abschwellung aber rückläufig ist. Wundschmerzen lassen innerhalb weniger Tage nach und sind bei Facelift-Operationen nicht sonderlich stark. Schwellungen und Blutergüsse klingen allgemein schon nach wenigen Tagen, spätestens aber nach ca. 2–4 Wochen langsam ab. Wie bei jeder Operation gelten die allgemeinen Operationsrisiken: u.a. Nachblutungen, Schwellungen, Störung der Wundheilung, Blutergüsse, Infektionen und die Gefahr eines Blutgerinnsels (Thrombose), bis zum Verschluss eines Blutgefäßes (Embolie). Schwerwiegende Komplikationen mit bleibenden Schäden sind allerdings eher selten.

ÜBERBLICK

Fachbegriff Full-/Teil-Facelifting
Ziel Verjüngung des Gesichts und des Halses
Dauer ca. 3 bis 5 Stunden
Narkose Lokale Betäubung mit Dämmerschlaf oder Vollnarkose
Klinikaufenthalt Mindestens 1 Übernachtung
Nach der Operation Haare waschen, Duschen und Baden nach Entfernen der Drainagen und des Kopfverbandes nach 1 – 2 Tagen;
Make-up nach ca. 1 – 2 Wochen;
Haarfärben und Dauerwellen nach ca. 6 Wochen;
Sport und schwere körperliche Arbeit nach ca. 6 Wochen;
Sonnenbäder, Solarium-Besuche, Sauna und Dampfbad nach ca. 6 Monaten;
Schmerzen Gering bis mittel
Nachbehandlung Entfernung der Drainagen und des Kopfverbandes nach 1 bis 3 Tagen;
Faden-, Klammer- und Pflasterentfernung nach 7 bis 14 Tagen;
Begleitende Lymphdrainage;
2 bis 4 Wundheilungskontrollen;
Narben Kaum sichtbare Narben
Gesellschafts- und Arbeitsfähigkeit Nach ca. 2 bis 3 Wochen
Haltbarkeit 7-15 Jahre
Risiken Asymmetrien und maskenhafter Gesichtsausdruck;
Verletzung von Nervenbahnen mit lokalen Lähmungserscheinungen;
Verletzung von Haarwurzeln;
Verlagerung des Haaransatzes;
Haarausfall an den Stellen der kleinen Hautschnitte;
Absterben von Haut (Nekrose);
Unschöne Narbenbildung;
Allgemeine Operationsrisiken;
Nebenwirkungen Schwellungen;
Blutergüsse;
Temporäres Taubheitsgefühl;
Spannungsgefühl;
Sensibilitätsstörungen;

Häufig gestellte Fragen

Nur wer alle Fakten kennt, ist gut beraten. Ich nehme mir gern die Zeit und beantworte Ihre Fragen. Hier finden Sie einige Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Fragen & Antworten

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